Freistaat Südtirol?

Das Podium im Raiffeisenhaus Lana

 

Die Schützenkompanie Lana hat mich zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Freistaat und Selbstbestimmung eingeladen. Hier meine Überlegungen und Gedanken die ich am 28. März 2008 eingebracht habe.

 

Stichwort Selbstbestimmung. Drei Überlegungen dazu.

 

Punkt eins. Die Selbstbestimmung ist das Recht sich selbst frei zu bestimmen und als solches ist ein Grundrecht jedes Menschen.

 

Punkt zwei. Die Tatsache, dass ich ein Recht habe, heißt noch nicht, dass ich dieses Recht auch ausüben muss. Ein Recht ist keine Pflicht. Ich habe das Wahlrecht, aber ich muss nicht unbedingt kandidieren oder wählen.

Wovon hängt die Entscheidung ab? Es hängt davon ab, ob ich dadurch meine Situation wesentlich verbessern kann. Es ist eine Frage von Kosten-Nutzen-Analyse.

Wer heute die Frage der Selbstbestimmung für Südtirol stellt, erachtet die Frage der Staats-Grenze als für wichtig, ungelöst und dringend.

Also die Frage: Um glücklicher zu sein, müssen wir unbedingt die Selbstbestimmung heute ausrufen? Viele denken: nein, wir haben das nicht nötig. Sechzig Jahre Autonomie haben eine völlig neue Situation geschaffen. Das Land genießt eine sehr breite Selbstverwaltung und die Sprachminderheit ist Herr im eigenen Haus. Wollen wir tatsächlich diesen Erfolg aufs Spiel setzen? Ich denke, diese Frage ist für viele SüdtirolerInnen nicht aktuell.

 

Punkt drei. Ich glaube schon, dass heute in Südtirol eine Frage von Selbstbestimmung aktuell sei, aber auf einer anderen Ebene. Die Ebene der Verhältnisse zwischen den BürgerInnen und der Macht, zwischen der Zivilgesellschaft und der Politik.

Hier haben wir sehr viel Nachholbedarf!

Wie selbstbestimmt sind die BürgerInnen dieser ultra-autonomen Provinz Bozen? Wie selbstbestimmt sind unsere Gemeinden, unsere Schulen, wie selbstbestimmt und frei ist unsere Kultur, unsere Presse, unsere Öffentliche Meinung? Wer trifft die wichtigen Entscheidungen hier in Südtirol? Die BürgerInnen? Ihre gewählten Mandatare? Oder eine Machtkonzentration zwischen Medienmonopol, Lobbyisten und Teile der Politik?

 

Das Jahr 2009 ist das Hofer-Jahr, unter dem Stichwort: Freiheit. Gut. Was heißt heute, im Südtirol Anno 2009, Freiheit? Ich denke, wir sollten in diesem Hofer-Jahr folgende Frage in den Mittelpunkt stellen: wie frei sind heute die Südtiroler? Sind sie unabhängig, oder abhängig? Und wovon sind sie abhängig? Nur von den bösen Rom und Brüssel? Oder, vielmehr, auch von Bozen, von der Südtiroler Politik, vom Südtiroler Lobbyismus, von der Südtiroler Machtkonzentration?

Unter dieser neuen Form von Abhängigkeit leiden alle Südtiroler, von welcher Sprache auch immer.

Wenn wir uns von dieser Abhängigkeit nicht befreien, werden wir auch in einem Freistaat Südtirol abhängig bleiben.

Das System Südtirol demokratisieren; die Südtiroler BürgerInnen aller Sprachgruppen unabhängig machen; eine echte Südtiroler Freiheit schaffen für alle: das scheint mir unsere zentrale und aktuelle Aufgabe.

Alles andere scheint mir ein Ablenkungsmanöver, ein Gefallen den wir den wenigen, üblichen Mächtigen machen.

 

Riccardo Dello Sbarba, 

Lana, am 28. März 2008

 

Lese mehr:

Das ganze Referat

Il racconto della serata su SegnaVia

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19 thoughts on “Freistaat Südtirol?

  1. Caro Riccardo,

    ho letto il tuo discorso che hai fatto il 28.3.2008 a Lana al raduno degli Schuetzen e mi è piaciuto molto (soprattutto ho trovato molto riuscita l’ultima frase, il “gioco di parole” con il partito della Klotz, dove dici che “eine echte Suedtiroler Freiheit schaffen fuer alle BuergerInnen: das scheint mir unsere zentrale und aktuelle Aufgabe”). Sarei veramente voluta esserci, anche per vedere la reazione di Klotz e “compagni”.

    Proprio ieri stavo parlando con una mia amica e rimasi scioccata: durante un discorso sulle elezioni del 13./14.Aprile mi disse “peccato che la Klotz non la posso votare…..” quando poi le chiesi, se volesse tornare indietro con l’Austria mi replicò, “sì, perchè no…”. Dato che si tratta di una mia amica ho contato fino a dieci prima di risponderle (anche se stavo esplodendo) e poi abbiamo parlato un pò e ho capito che non era per niente informata perchè mi disse “guarda che noi in Europa siamo gli unici a dover vivere in uno stato straniero pur parlando un’altra lingua” era dell’opinione che i catalani in Spagna e la popolazione basca avesse ottenuto l’indipendenza, ignorava il “Friesenland” in Olanda., il Kosovo, la Bosnia Herzegovina, il Tibet, e via dicendo…..

    E credo che non sia per niente l’unica e questo mi fa pensare come la gente parli senza essere informata e come non voglia neanche informarsi (perchè si tratta di paesi di cui viene discusso moltissimo, soprattutto negli ultimi tempi, si parla spessissimo della causa del Tibet o del Kosovo..), perchè prefersce rimanere attaccata ai propri pregiudizi… perchè in fin dei conti dicono di voler tornare con l’austria, pur ignorando che questo comporterebbe ancora più problemi….

    Cari saluti,

    Michaela.

  2. Cara Michaela,
    quello che io non capisco è perché la ricerca di identità di alcuni giovani della nostra provincia (molti a quanto pare, sempre troppi comunque) si debba per forza indirizzare verso il “patriottismo”.
    Ma non hanno di meglio da sognare?

  3. @Michaela

    raduno degli Schuetzen
    Es war keine Schützenversammlung. Es war eine Podiumsdiskussion.

    Sarei veramente voluta esserci, anche per vedere la reazione di Klotz e “compagni”.
    Der Bezirkssprecher ( meine Wenigkeit ) der Süd-Tiroler Freiheit von Bozen Stadt/Land war auch oben und hat normal darauf reagiert. Schon die Tatsache, dass ein Nord-Tiroler Politiker, zwei Süd-Tiroler Politiker ( einer als Funktion Landtagspräsident ), ein Funktionär der Schützen und ein Jugendvertreter des Landes über Selbstbestimmung und Freistaat diskutiert haben, war ein Novum. Vor 10-15 Jahren hatte das ein Bozner Politiker versucht und wurde erschossen.

    tornare con l’austria, pur ignorando che questo comporterebbe ancora più problemi….
    aber nie soviele Probleme wie bei einem Verbleib bei Italien.
    Österreich hat keine Mühl-, Wein-, Mozzarella-, Politiker- und Mafiaskandale.

  4. Finde den Ansatz von Riccardo dello Sbarba als den einzig richtigen: Es geht in erster Linie darum, einen breiten Rahmen für die individuelle Selbstbestimmung zu schaffen, die es dem Einzelnen anheim stellt, wie er sein Alltagsleben gestalten will.

    Kollektiv ausgeübte Selbstbestimmung setzt ein sehr hohes, erdrückendes Bedrohungspotenzial voraus. Dies wird nur von einem sehr kleinen Teil der Südtiroler Bevölkerung wahrgenommen, bzw. gebetsmühlenartig herauf beschworen.

    Als Mitglieder der größten europäischen Sprachgruppe und schon fast verhätschelte Minderheit in Italien (die anderen Minderheiten erzeugt) sollten wir andere Herausforderungen im Auge haben, als einen Anschluß an Österreich anzustreben.

  5. @ Mazinga, lieben Dank fuer deinen Kommentar, aber ich muss dir leider noch etwas dazu sagen….. in Suedtirol wird immer ueber Mafia gesprochen……dabei haben wir dort genausoviel Mafia, nur eben friedlich (klar, auf jeden Fall besser aber dennoch nicht gerechtfertigt), eine “Volkszeitung” die (leider) alle lesen, von derselben Familie sitzt auch noch einer im EU-Parlament, SVP ist bei uns Vitamin B Nummer eins…..
    Zweitens, Italien mag zwar Probleme haben, das geb ich zu, ABER man kann nicht nur daruebr urteieln ohne die Gruende zu kennen, die dazu gefuehrt haben..und ich moechte daran erinnern: Suedtirol ist an land, dass so sehr an seinen Privilegien festhaelt…..weiss das liebe Land aber auch, dass bei einem Beitritt zu Oesterreich alle diese Privilegien, das viele Geld aus Rom, wegfaellt? Das sollte auch einmal klar sein…
    Ich verstehe nur nicht, aus welchem Grund man nicht aus der Geschichte lernen kann und ENDLICH nach vorne blicken kann…. der Faschismus war eine Katastrophe, das weiss jeder und das sollen auch immer alle wissen, aber jetzt ist Suedtirol ein friedliches Fleckchen Erde (so seine Bevoelkerung will…), wieso koennen wir nicht unsere Autonomie “leben” und aufrechterhalten und uns freuen, dass wir friedlich (neben-)einander leben koennen? Wie schon riccardo gesagt hat, bei einer Rueckkehr zu Oesterreich waere es doch genau dasselbe, nur das diesmal die zu schuetzende mehrheit die Italiener waeren, die Schutzmacht diesmal Italien…..
    Aber, wahrscheinlich ist es so frei nach dem Motto “errare humanum est” und “vedere per credere”, erst wenn wir Fehler machen oder in diesem Fall, sollte es sich wirklich ereignen, dass Suedtirol zu Oesterreich kehrte (man achte auf den Konjunktiv) werden wir ja sehen, ob es wirklich eine solch gute Sache ist….

  6. ohne all eure kommentare gelesen zu haben, fällt mir nur auf, dass in zweien vom anschluss an österreich gesprochen wird,
    der titel dieses artikels aber FREISTAAT südtirol ist.
    was also, wenn wir von SELBSTbestimmung sprechen, hat das mit österreich oder italien zu tun?

  7. Vor einem Freistaat Südtirol graut mir. Wie ist es nur möglich, dass intelligente Leute einen Ausweg aus jämmerlichem Provinzialismus ausgerechnet in der Kleinstaaterei suchen?

    Bekämen wir dann einen SVP-Innenminister und die Schützen + Feuerwehren als Polizei? Würde dann die lästige Gerichtsbarkeit abgeschafft und um sechse in der Früh im Landhaus eins Recht gesprochen?

    Für mich ist der sog. “Frei”-Staat der größte anzunehmende Unfall, den Südtirol erleiden könnte…

  8. Al mio amico Lobis chiedo: ti fa più paura uno Stato autonomo dichiaratamente tale (e nel quale, ovviamente, verrebbe meno la funzione dominante della SVP) oppure una Provincia che è solo nominalmente “dipendente” da un altro Stato, ma che in realtà vive e si comporta proprio come un piccolo Stato e lo fa proprio grazie al potere accentratore di un partito che può sussistere proprio approfittando del fatto che il Sudtirolo non è “completamente” indipendente?

    @ Riccardo:

    Stai attento. Il bisogno di “patria” e di altri valori “caldi”, di appartenenza, non è in calo, ma in crescita. E inoltre chi sente questo bisogno e si rifà a quei valori non lo puoi convincere cercando semplicemente d’indirizzarlo verso altri poli “identitari” alternativi. Semmai, sarebbe interessante riflettere sulla possibilitá di dar vita ad una “patria per tutti” (come facciamo noi di BBD da qualche anno).

  9. @Michaela
    Das mit der Volkszeitung ist ja genau das Problem.

    weiss das liebe Land aber auch, dass bei einem Beitritt zu Oesterreich alle diese Privilegien, das viele Geld aus Rom, wegfaellt? Das sollte auch einmal klar sein…
    Bei einem Freistaat würden wir über mehr Geld verfügen und wir würden nicht mit Gedei und Verderb mit dem korrupten maroden Staat den Bach runter gehen.

    Das Süd-Tirol jetzt so friedlich und reich ist, haben wir ja uns selbst zu verdanken. Wir haben um jeden Privileg gekämpft.

    Meine persönliche Version ist eine “Freie Euroregion Tirol/Trentino”. Die Hauptstadt ist Brüssel, das Parlament ist in Straßburg und der Gesamttiroler/Trientner Landtag wechselt sich alle 5 Jahre ab ( Kufstein, Brixen und Rovereto).
    Was dann in Wien oder Rom (oder Berlin, Paris ecc.) passiert ist egal.

    @Markus
    Für mich ist der sog. “Frei”-Staat der größte anzunehmende Unfall, den Südtirol erleiden könnte…
    Man kann über alles kritisieren und negativ eingestellt sein.
    Eine “Freie Region Tirol/Trentino” würde dich dann ja sicher um den Schlaf bringe…….. ich würde dich aber sehr gut als Landesrat sehen ( Umwelt )…….

  10. Riccardo. Quello che io non capisco è perché la ricerca di identità di alcuni giovani della nostra provincia (molti a quanto pare, sempre troppi comunque) si debba per forza indirizzare verso il “patriottismo”. Ma non hanno di meglio da sognare?

    Étranger. Il bisogno di “patria” e di altri valori “caldi”, di appartenenza, non è in calo, ma in crescita. E inoltre chi sente questo bisogno e si rifà a quei valori non lo puoi convincere cercando semplicemente d’indirizzarlo verso altri poli “identitari” alternativi. Semmai, sarebbe interessante riflettere sulla possibilitá di dar vita ad una “patria per tutti” (come facciamo noi di BBD da qualche anno).

    Qualche risposta – o forse altri quesiti – nella discussione aperta [qui].

  11. @ Riccardo

    “quello che io non capisco è perché la ricerca di identità di alcuni giovani della nostra provincia (molti a quanto pare, sempre troppi comunque) si debba per forza indirizzare verso il “patriottismo”. Ma non hanno di meglio da sognare?”

    Mah, Riccardo, forse avviene perché “la ricerca di identità di alcuni giovani della nostra provincia” non è in realtà una ricerca, ma un’accettazione acritica dei grandi racconti che strutturano l’immaginario collettivo sudtirolese/altoatesino. Mi spiego: qui disponiamo di identità preconfezionate e iperrappresentate, del tutto funzionali alla dialettica maggioranza/ minoranza che soggiace alla nostra autonomia. Ma non è facile vederle per quel che sono, ossia come costruzioni culturali. Molto spesso le si subisce passivamente, come se fossero una “seconda natura”. La forza del mito, del resto, sta proprio in questo: esso funziona perché siamo convinti che non sia un racconto, ma una Natura.

    Una volta, sul Muro di Radio Tandem, un certo LF pose una questione interessante: “Penso che il nodo della discussione sia proprio questo: tra chi crede che le minoranze esistano e chi crede che siano costrutti da modificare a favore della libertà degli individui di essere quello che vogliono”.

    A me, oggi come allora, pare che quest’opposizione non tenga per almeno quattro motivi:

    1. Le minoranze esistono PROPRIO in quanto costrutti, in quanto costruzioni culturali.

    2. Una volta stabilito che le minoranze sono soltanto costruzioni culturali arbitrarie (ma cosa potrebbero mai essere altrimenti?) bisogna però considerare che esse, almeno nell’odierno spazio glocale, costituiscono i soggetti politici di riferimento PROPRIO per tutte quelle persone che non si pongono il problema di discernere tra “minoranza come dato di natura” e “minoranza come costruzione culturale arbitraria” (ovvero, nel nostro caso, per la stragrande maggioranza degli elettori sudtirolesi/altoatesini).

    3. Anche un pensiero come “le minoranze sono costrutti da modificare a favore della libertà degli individui di essere quello che vogliono” è una costruzione culturale.

    4. Tutti gli individui di mia conoscenza che si sentono parte di una minoranza sono convintissimi, in tal modo, di “essere quello che vogliono”.

  12. @ Loiny
    Una bellissima riflessione. Molto langeriana: http://www.alexanderlanger.org/.

    1. E’ vero che l’identità di minoranza (come tutte le identità di gruppo) è un costrutto culturale: è l’annessione all’Italia che ha “creato” il Sudtirolo e i Sudtirolesi (come dice Gatterer), un’identità a lungo rifiutata (mir sein Tiroler!) e poi solo ultimamente indossata anche con un certo orgoglio (fino all’autosufficienza).

    2. E’ vero che il pericolo maggiore è quello di considerare invece l’identità di gruppo come fatto di natura (Blut und Boden) e che il percorso dalla natura alla cultura è un percorso di liberazione della coscienza. Considerare le identità come costrutto culturale apre alla possibilità di lavorarci sopra, di far evolvere le identità, di riconoscere altre identità come altrettanto degne di considerazione.

    3. La fortuna della coscienza identitaria sudtirolese tedesca e ladina è quella di essere la coscienza di una minoranza linguistica per tanti anni discriminata. Ma queste identità “oppresse” hanno il problema di evolvere nel momento in cui le ragioni dell’oppressione vengono meno. Molti movimenti di liberazione nazionale hanno cambiato segno dopo aver vinto la lotta e sconfitto il colonialismo. A quel punto, o l’identità viene rielaborata e liberata, o degenera. A che punto sia il Sudtirolo oggi, in questo cammino, lascio agli altri dirlo. Ma io vedo tra molti giovani un’inasprimento degli elementi identitari (proprio quando – e proprio perché – ne stanno venendo meno le ragioni oggettive) che mi preoccupa. E rimprovero alla Svp di “bloccare” questa evoluzione solo per mantenere la propria dominanza politica.

    4. Sulla forza delle appartenenze etnico-linguistiche ha scritto tante cose Alexander Langer. Vedi i suoi “Zehn Punkte für das Zusammenleben”: http://www.alexanderlanger.org/cms/index.php?r=82&k=172&id=126

    @ Étranger
    Il punto 4. vale anche per te: per dire che hai ragione sulla insopprimibilità delle identità “calde”. Però anche con le coperte di lana, quando arriva la primavera puoi cominciare a usare qualcos’altro. Se il clima che diventa caldo, hai meno bisogno di una coperta individuale o di piccolo gruppo. Sarà che il clima (sociale) si è fatto più gelido?

    Però, questa tua idea dello Stato libero del Sudtirolo come la soluzione in cui la Svp diventa superflua e si articola in partiti normali, la scuola plurilingue diventa un’ovvietà e non fa più paura a nessuno, il censimento ridiventa anonimo ecc… Mah, mica ci credo tanto. Mi pare un’astrazione.
    Non è detto che, invece, i due gruppi si guardino più ingrugniti, si combattano per il potere e le risorse, guardino alle loro potenze tutrici (Roma e Vienna) ancora di più ecc… Per gli italiani, ne sarei quasi sicuro.
    E poi: ci sono voluti 60 anni per costruire questa autonomia decente, quanti ce ne vorrebbero per lo Stato libero? E quanti errori potrebbero far deragliare il cammino?
    No, preferisco lavorare al disgelo a partire dall’autonomia, senza azzerare di nuovo tutto (non mi dire che non sarebbe azzerare: le norme andrebbero totalmente reinventate).
    Mi dici: alla peggio sarebbe come la Svizzera. Ma appunto: la Svizzera mica è nata dall’oggi al domani. E poi, se va male, potremmo anche diventare la Bosnia. Oppure il Lichtenstein, già che ci siamo. Oppure il Vaticano, dato che verso la monarchia siamo già ben avviati.

  13. Bene Riccardo. Sono contento che tu abbia preso una posizione chiara rispetto ad un’idea (la nostra) che non è chiara (in questa formulazione, ovviamente, se ne nasconde un’altra: se la nostra idea assumesse un contorno più nitido, forse sarebbe possibile immaginare anche una modificazione della tua posizione, o almeno un giudizio non così netto).

    Permettimi solo di rinviarti ad un testo (scritto da Loiny) che a mio avviso può servire a rendere più perspicua la visione che noi abbiamo in mente. Solo un’indicazione metodologica: quando io parlo di “soluzione” (relativamente all’idea di Stato libero del Sudtirolo) bisogna intendere questa “soluzione” come l'”esito” di un processo, non come qualcosa che avverrebbe improvvisamente e senza culminare un numero studiato ed ampio di passaggi intermedi. Esistono sognatori, visionari e pazzi. Nella mia idea sono contenuti in effetti elementi onirici, visionari e folli. Il tutto però ben legato da corde improntate ad un sobrio e disincantato realismo.

    Ecco il testo di Loiny (che risponde ad una domanda di Luca Marcon):

    “Il popolo sudtirolese sta per trasformarsi in una nazione?”

    La tua domanda non è posta correttamente, perché le espressioni “popolo sudtirolese” e “nazione” andrebbero disambiguate. Provo a risponderti comunque.

    Se per “popolo sudtirolese” intendi un soggetto trasversale ai tre grandi gruppi linguistici che abitano la nostra terra, la mia risposta è no. E lo è per una ragione molto semplice: funzione cardinale dell’autonomia non è quella di creare un soggetto diffuso, ma quella di mantenere separati i tre gruppi linguistici al preciso scopo di salvaguardare le peculiarità del gruppo linguistico tedesco e del gruppo linguistico ladino in quanto minoranze nazionali. In questa cornice istituzionale la nascita di un soggetto diffuso trasversale ai tre gruppi linguistici non solo non è prevista, ma è addirittura paventata (a questo proposito, per illuminare uno dei pilastri dell’autonomia, è utile ricordare la risposta di Magnago a un interrogativo di Vassalli, che gli chiedeva se non fosse più semplice parlare di italiani e tirolesi: “No. Col tempo anche gli italiani vorrebbero diventare tirolesi”)

    Quel soggetto diffuso, però, esiste già almeno a due livelli:

    1.trova una sua oggettivazione nel discorso pubblico sudtirolese/altoatesino inteso nella sua totalità. Mi spiego: quando io e Gabriele diciamo che il discorso pubblico sudtirolese/altoatesino è una mitologia negativa intendiamo dire che l’unico collante mitico che tiene assieme gli italiani, i tedeschi e i ladini della nostra terra è precisamente il grande racconto di una dissociazione. Per il momento (ma è un momento talmente dilatato da sembrare eterno) chi volesse recuperare la grammatica profonda del nostro Immaginario collettivo (dell’Immaginario collettivo immanente non a uno, ma a tutti e tre i gruppi linguistici), si troverebbe di fronte a un’evidenza difficilmente contestabile: quel che ci unisce, nell’attuale cornice autonomistica, è precisamente il racconto (il mito) di quel che ci separa.

    2.Esiste però un livello diverso, nel quale il soggetto diffuso in questione ha avuto modo di svilupparsi positivamente: è quella “vasta area di comunicazione e convivenza bilingue” di cui scriveva Langer nella sua recensione a Sangue e suolo, “che non è fatta solo di persone di buona volontà e del dialogo che, come ha capito Vassalli “non contano niente”, ma soprattutto di tantissimi episodi di vita quotidiana, negli ospedali, sui posti di lavoro, a tavola, sui treni, nelle strade, un po’ dovunque, a dispetto della politica ufficiale di segregazione ed ostilità”. Ecco: a questo livello, collocato sotto la soglia del “politico in senso stretto”, credo che un soggetto diffuso trasversale ai tre gruppi linguistici esista già, anche se corre il rischio di essere soffocato almeno mille volte al giorno. Se lo osserviamo in una prospettiva non evenemenziale, mettendo tra parentesi la grande storia, esso è un organismo unitario che possiede ormai un suo codice non scritto, quasi una piccola religione del privato ancora tutta da indagare. Senz’altro incomprensibile a partire dall’analisi delle singole coscienze individuali (o di coscienze di gruppo etnicamente determinate), questo codice non scritto si configura come una nuova identità, situata sul piano della nostra coscienza collettiva, che trae alimento dai rapporti di buon vicinato, dalla microstoria, dai matrimoni misti, dalle pieghe del quotidiano, dai rapporti di lavoro, dalle amicizie, dalla gastronomia. A sua volta, in virtù del suo moto diuturno e silenzioso, questa nuova identità alimenta la società civile con paziente discrezione. È un corso d’acqua cristallina, sotterraneo agli orticelli della politica, che affida la sua voce alla silente dichiarazione delle cose. Senza farsi udire, fuoriesce dalle gabbie etniche, elude gli ostacoli istituzionali, passa al fianco della storiografia ufficiale, si spande per le strade. È un’identità opaca e pervasiva, tutta implicita nei gesti minimi della cultura materiale.

    Ricapitolando, si potrebbe dire che il “popolo sudtirolese”, in quanto soggetto diffuso trasversale ai tre gruppi linguistici si dà oggi in tre forme di esistenza: a livello istituzionale non esiste, perché la sua esistenza coinciderebbe con la negazione dell’autonomia. A livello di immaginario collettivo esiste negativamente in quanto schiamazzante mitologia della separazione. Sotto il livello del “politico in senso stretto” esiste positivamente in quanto convivenza silenziosa.

    Ora, trasformare tutto questo in qualcosa che somigli a una nazione (o a una postnazione), mi pare un compito difficilissimo. Anche perché, con Gellner e Hobsbawm, sappiamo bene che “dal punto di vista dell’analisi il nazionalismo viene prima delle nazioni“ e che “non sono le nazioni a fare gli Stati e a forgiare il nazionalismo, bensì il contrario”. Nel nostro caso, allora, considerando che ci troviamo a fare i conti con dei nazionalismi preesistenti che godono ottima salute, ci vorrebbe una specie di “nazionalismo antinazionalista”, un pensiero postnazionale, per l’appunto, che prima di arrivare al suo scopo, dovrebbe necessariamente disinnescare i nazionalismi preesistenti subordinandoli all’idea di nuova nazione.

  14. Selbstbestimmung oder Autonomie?

    Sehr geehrter Herr Sbarba!

    Zu Punkt 1 gebe ich Ihnen Recht.

    Zu Punkt 2 gebe ich Ihnen grundsätzlich auch Recht.
    “Wovon hängt die Entscheidung ab? Es hängt davon ab, ob ich dadurch meine Situation wesentlich verbessern kann. Es ist eine Frage von Kosten-Nutzen-Analyse.”
    ABER: Welchen zeitlichen Betrachtungsraum hinterlegen Sie Ihrer Kosten-Nutzen-Analyse? 5 Jahre? 25 Jahre? 60 Jahre?
    Ich denke, die Kosten-Nutzen-Analyse könnte anders ausgehen, wenn man einen längeren Betrachtungszeitraum wählt.

    Zu Punkt 3 gebe ich Ihnen auch Recht.
    Der Abstand zwischen dem Bürger als Wähler alle paar Jahre bei der Begründung der politischen Macht zur Ausübung der politischen Macht durch die Abgeordneten laufend scheint groß.
    Die Schweiz hält regelmäßig Volksbefragungen und -abstimmungen ab. Die Bürger dort sind daher stärker politisiert.

    Schöne Grüße aus Österreich!

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